Montag, 4. Mai 2009

Jonas und Sebastian/Karins Blog

Hallo,

hier gibt es noch zwei weitere Blogs die ihr euch unbedingt anschauen solltet.
Der erste ist von Jonas, der derzeit seine Wahlstation in Israel ableistet. Den Blog findet ihr hier. Israel an sich ist ja schon interessant genug, aber garniert mit diesen Erfahrungen und Bildern sicherlich um noch einiges besser.

Andere Freunde von uns machen wiederum ein komplett anderes Programm - mit dem Fahrrad von Bangkok nach Kathmandu. Der Blog ist hier zu finden.

Donnerstag, 30. April 2009

Deep into Fjordland 11. -14.04.09

Einen Tag nach dem trip zum Milford Sound haben wir uns mit Pia und Cornelius in Te Anau am Fuße des Fjordland National Parks getroffen. Noch am Abend desselben Tages kam Adrian, ein Kiwi und Freund von uns, aus Dunedin mit seinem Boot nach Te Anau und hat uns zu einem dreitägigen Trip in die Wildnis abgeholt.
Zuerst ging es mit besagtem Boot spät abends im Dunkeln unter Vollmondlicht einmal mit Tempo 50 (km/h) über den See. Da es recht windig war, ging es hauptsächlich darum sich ordentlich festzuhalten, um den entsprechenden Wellen, die das Boot trafen, Paroli zu bieten.


Nachdem wir eine Nacht in einer Hütte am großen Lake Te Anau geschlafen hatten, ging es am nächsten morgen bei typischem Fjordland-Wetter ( 300 Regentage pro Jahr, der zweitnasseste Platz auf diesem Planeten - aber dafür wunderschön) per Boot in einen anderen Arm des Sees. Dort angekommen mussten wir den Beibootmotor auf einem matschigen Track eine halbe Stunde quer durch den Dschungel an einen anderen See schleppen.
Mittlerweile völlig durchnässt hieß es dann in einem kleinen Ruderboot zu fünft gegen strammen Wind und heftigen Regen einen weiteren krass abgelegenen Bergsee zu durchschiffen. Glücklicherweise war es dann vom Ufer nur noch ein kurzer Marsch bis zur nächsten Hütte, wo bereits Ingas "Wilde" ein Feuer in Gang gebracht hatten. Die Wilden waren Kiwis, die für Neuseeland typisch am Osterwochenende mal ne Runde jagen gegangen sind. So wurden wir also als erstes von mehreren Gewehren, die außen an der Hütte lehnten begrüßt.
Nichtsdestotrotz alles sehr nette Jungs dort (siehe Photo unten).


Am nächsten Tag stand ein strammer vier Stunden Marsch durch den dichtesten Dschungel an, den wir bis dato kennengelernt hatten. Mittlerweile durch locker 40 km absoluter Wildnis (und damit ist absolut undurchdringlich gemeint) getrennt von der Zivilisation ging es über mehrere Swingbridges (auf dem unteren Photo ist Cornelius auf dem Drahtseil zu sehen) weiter tiefer in den Dschungel zur nächsten Hütte.


Eine Sturmnacht mit heftigen Regenfällen überstanden, mussten wir am nächsten Tag das ganze Program wieder in "reverse" durchziehen. Zu allem Überfluss hörte auch der Regen nicht auf. Insbesondere die schwankenden Drahtseilbrücken über dann "geringfügig" angestiegene Flüsse machten die Rücktour spektakulär. Nichtsdestotrotz ein gewaltiges und für immer bleibendes Erlebnis.
Tags darauf ging es nach einer heißen Dusche Richtung Southland an die Südspitze der Südinsel...


Mittwoch, 29. April 2009

Great Lakes & Milford Sound 07.- 09.04.09

Nachdem wir also die Regennacht überstanden hatten, gings es weiter den Highway 6 hinuter vorbei an den großen Seen. Am Lake Hawea haben wir auch einen schönen Platz für die Nacht gefunden und ich habe mich mal wieder vergeblich im Angelsport versucht.
Aufgrund des doch recht starken "southwesterly" (Wind direkt aus der Antarktis) wurde es über Nacht aber sehr kalt und die Schneefallgrenze sank irgendwie bis direkt über unsere Köpfe.


Zwei Tage später sind wir dann endlich (vor zwei Jahren haben wir es nicht geschafft) mal eines der größten neuseeländischen Highlights abgefahren - die Milford Road (110 km lang) mit dem dazugehörigen Milford Sound, einen wirklich krassen Meeresfjord.


Die Straße ist für sich genommen, schon ein absolutes Abenteuer. Eine derartig spektakuläre Alpenkulisse haben wir wirklich noch nicht gesehen. Das traumhafte Wetter tat das seinige und der Tag kann nur als absolutes Highlight abgebucht werden. Vorbei an "Mirror Lakes", in denen sich das Bergpanorama spiegelt und krass grünem Dschungel ging es über Pässe und Tunnel bis zum Milford Sound.


Der Milford Sound selbst. ist ein ca. 30 km langer Meeresarm, der von 2000-Meter Bergen umgrenzt wird. Ungefähr diese Höhe haben auch die auf dem unteren Photo erkennbaren Berge - dies, direkt aufsteigend vom Meeresniveau, mag vielleicht einen Eindruck von der Gewaltigkeit dieses Tals bzw. Fjords geben.

Sonntag, 19. April 2009

West Coast - South Island


Am 04. April sind haben wir uns dann in aller Herrgottsfrühe auf die Fähre in Richtung South Island eingeschifft. Unterwegs haben sich die beiden großen Fährunternehmen (hier die Konkurrenz auf dem Bild) quasi in typischer Kiwimanier ein Rennen Richtung South Island geliefert - wir haben leider verloren.

Wie auch immer, auf der Südinsel wurden wir in Blenheim mal wieder von bestem Sonnenschein begrüßt. Es ging an den endlosen Weinbergen von Marlborough vorbei und weiter Richtung Nelson Lakes.


Dieses Mal wollten wir am Lake Rotoroa campen. Doch kaum waren wir aus dem Auto ausgestiegen, haben wir mal wieder Bekanntschaft mit den herzallerliebsten Sandflys gemacht. Die Scheißviecher haben, garstig wie sie nunmal sind, nach 30 Sekunden alle gleichzeitig angegriffen, so dass uns wirklich nur die Möglichkeit der Flucht blieb.
Gecampt haben wir dann am Buller River, ca. 30 km weiter.


Von da aus ging es dann weiter die Westcoast runter. Zuerst haben wir uns ein Robbenkolonie angeschaut eine wunderbaren Abend und folgenden Morgen an einem herrlich einsamen Strand verbracht und sind dann weiter in Richtung der großen Gletscher gefahren.


Wie schon vor 2 1/2 Jahren wollten wir dort den sog. Copland-Valley Track laufen, an dessen oberen Ende natürliche Hot Pools sind, die durch heißes Thermalwasser gespeist werden.
Leider ging wie damals auch schon einfach nur die Welt unter - diese Form von Regen bedarf noch einer neuen Definition.
Das bedeutete, dass die zu überquerenden Flüsse auf diesem Track binnen weniger Minuten zu reißenden Strömen anschwellen und ein Überqueren unmöglich machen.
Auch die Küste gebärdete sich eher von ihrer wilden Seite. Nachdem wir also einen kurzen Ausflug ans Meer unternommen hatten, binnen weniger Sekunden klatschnass geworden waren, kam nur noch der Holiday Park mit seinen rettenden, trockenen und warmen Zimmern in Frage.


Kurz darauf sollte es aber ins Fjordland gehen, wo es an ca. 300 Tagen pro Jahr regnet...

Donnerstag, 9. April 2009

Mt. Taranaki Wanderung


Als wir dann Auckland und damit die Zivilisation hinter uns gelassen haben, sind wir als erstes Richtung Mt. Taranaki, einen zuletzt Anfang des letzen Jahrhunderts ausgebrochenen Vulkans, gefahren. Inga und ich hatten bereits vor zwei Jahren zwei Anläufe benötigt, um den wirklich perfekten Berg mal nicht wolkenverhangen sehen zu können. Diesmal sollte es aber mal klappen.
Wir haben also zunächst knappe 40 km vor dem Berg Camp für die Nacht an einem schönen Strand (oberes Bild) bezogen und sind dann früh um 5:30 aufgestanden um unsere 2-Tagestour in Angriff zu nehmen.


Am ersten Tag sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein losgezogen. Erst war es recht frisch, aber gegen 11 Uhr vormittags hat sich dann mal wieder die ungefilterte NZ-Sonne bemerkbar gemacht und es waren Shorts und T-Shirt angesagt.
Genauso machten sich aber der deutsche Winter sowie das Staatsexamen bemerkbar. Die Kondition war auf gut Deutsch gesagt am Arsch. 1300 Höhenmeter und 6 Monate Schreibtisch forderten ihren Tribut. Aus den vom DOC (Department of Conservation - für alle Nationalparks und Tracks zuständig) angegebenen 6 Stunden wurden gepflegte 7,5 Stunden. Insbesondere die 800 Höhenmeter, die größtenteils über Treppen zu erklimmen waren, brachten uns an unsere Grenzen.


Am Tag nach dem 2-Tages-Track sind wir dann den ganzen Tag bei Sonnenschein den sogenannten Surf Highway 45 rund um das West-Cape Neuseelands gefahren. Hierbei musste natürlich auch an dem obligatorischen Leuchtturm Halt gemacht werden. Von da an ging es dann weiter Richtung Wellington, wo am nächsten Morgen die Fähre auf die Südinsel wartete.
Vorher wurde ich aber noch von einem freundlichen neuseeländischen Polizisten gegen die geringe Gebühr von 120 NZD (ca. 60 €) darauf hingewiesen, dass eine Geschwindigkeitsübertretung von 16 km/h zuviel auch in NZ nicht gerne gesehn wird...

Sonntag, 29. März 2009

Auckland Cultural Festival und Sailing trip

Gestern waren wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem sogenannten Auckland International Cultural Festival im War Memorial Park Mt. Roskill.
Überrascht hat uns dabei insbesondere mal wieder die krass entspannte Kiwi-Mentalität und der wirklich vielfältige und breite Einfluss von Einwanderern in diesem Land. Der Kiwi findet irgendwie alles was anders zunächst einmal interessant, so lange nicht "bloody too many of 'em" da sind. Allerdings mussten wir hier und da einmal Hilfestellung im Hinblick auf die geographische Lage einiger Länder geben (Es ist ja auch schwer ohne irgendwelche direkten Nachbarn zu wissen wo beispielsweise Eritrea oder Uruguay liegt).
Ich, Jens, habe mir mal einen lecker mexikanischen Chorizo-Hotdog genehmigt und danach haben wir Vaughns Freundin Sylvia beim Heimweh zugeschaut als eine bulgarische Tänzergruppe die Bühne "gestürmt" hat.
Die Deutschen waren leider, oder glücklicherweise (?) nicht mit einem Bratwurststand vertreten...


Direkt danach sind wir dann zur Marina gefahren und sind segeln gegangen. Wie es sich für einen ordentlichen Kiwi gehört, hat natürlich auch Vaughn ein Segelboot (ein Boot hat hier wirklich jeder). Wir sind dann zu einer kleinen Insel ein wenig außerhalb von Auckland gesegelt, bei strahlendem Sonnenschein eine Runde schwimmen gegangen und dann im Sonnenuntergang wieder zurück nach Auckland gesegelt.


Einfach traumhaft...
Weil Vaughn aber derzeit sein Dinghy (Beiboot) auf dem Boot eines Freundes hat durften Vaughn und ich nachdem wir das Boot (auf einem festen Ankerplatz außerhalb der Marina) vertäut hatten, noch im Dunkeln zurück bis in den Hafen schwimmen.

Freitag, 27. März 2009

So, jetzt sind wir da


So, wir haben den Flug überstanden und das Jetlag hält sich aufgrund der recht guten Verbindungen und Flugzeiten glücklicherweise auch in Grenzen.
Ansonsten war es natürlich mal wieder "a helluva flight". Aber auch hier hatten wir nochmal richtig Glück - eine nette Qantas Bodenpersonaldame hat uns den Notausgang-Platz von London nach Singapur (ca. 13 h Flug) verschafft. Insofern ging das mit dem Beine ausstrecken auch ganz gut, wenn sich nur nicht die Dame rechts neben uns gepflegt betrunken hätte....



Angekommen sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein und sind erstmal prompt mit Vaughn und seiner Freundin an den Strand gefahren um die bösartige deutsche Winterblässe zu bekämpfen.
Am nächsten Tag bin ich mit Inga nach Piha Beach gefahren, um dort ein bisschen mehr Sonne zu tanken.
Heute haben wir dann erstmal einen gepflegten Shopping-Marathon hingelegt - der Dollarkurs ist derzeit aber auch zu verlockend. Und dank Cornelius sind wir auch bereits "on wheels". Ein Foto von unserem Mega-Schlitten werden wir Kürze einfügen.

Sonntag, 15. März 2009

Bald geht es wieder los



Hallo zusammen,

bald geht es endlich wieder los - Inga und ich fliegen für drei Monate nach Neuseeland.
Wir werden dort im Rahmen unseres Referendariats die sogenannte Wahlstation machen.
Nachdem wir also die letzten zwei Wochen (Anfang März) unsere schriftlichen Examensklausuren hinter uns gebracht haben, heißt es jetzt endlich mal wieder ein wenig Freizeitspaß.
Von den drei Monaten müssen wir glücklicherweise nur die Hälfte der Zeit in einer mittelständischen Kanzlei, die sich hauptsächlich mit Strafrecht und "normalen Sachen" befasst, arbeiten.
Die ersten sechs Wochen unseres Aufenthaltes haben wir schön nen Urlaubsantrag eingereicht...

Am 23. März geht's dann endlich los. Die Wohnung ist untervermietet und die Rucksäcke werden in Kürze gepackt sein :). Und dann heißt es erstmal Pazifik, Sonne und Natur...